Land und Leute

II. Aldarische Lebensformen
Landbewohner

Unter dieser Bezeichnung fassen wir alle Aldarier zusammen, die normalerweise nicht in der Stadt Walden wohnen. Aufgeführt sind allerdings nur die wichtigsten Gruppen, natürlich gibt es auch Köhler, umherziehende Medici und alles ( oder zumindest das meiste ) was man sich sonst noch so vorstellen kann.

Der Fuerst und die Barone

Der "höhere" Aldarische Adel ist weder besonders reich, noch lebt er in irgenteiner Weise schlecht. Jeder der Barone ( und natürlich auch der Fürst ) hat eine eigene Burg mit umliegenden Dörfern und eine handvoll Ritter die ebenfalls einige Dörfer als Lehen haben. Ein richtiges stehendes Heer gibt es in Aldarien nicht, die eigenen Truppen des Fürsten und der Barone bestehen im Normalfall aus den Bewaffneten auf den Burgen und den Vögten der Dörfer ( die manchmal noch einen Büttel zur Verfügung haben ). Dazu kommen dann noch die Ritter, die allerdings ebenfalls meist nur wenige Bewaffnete haben. Nun, zur Not kann man ja immer noch den Bauern Waffen in die Hände drücken.

Die Ritter
Weniger gut geht es den Rittern Aldariens. Sie verfügen zumeist nur über ein oder zwei Dörfer und ein kleines befestigtes Anwesen. Dabei kann es sich um ein kleines Wehrgebäude mit Palisade auf einer Anhöhe handeln, manchmal auch um eine richtige kleine Burg, oft aber ist es nur ein größerer Bauernhof mit einer kleinen Wehrmauer. Allzuviel Standesdünkel sind dem aldarischen Ritter ebenfalls fremd, versteht er sich doch wirklich noch als Beschützer seiner ( wenigen ) Untergebenen und ist er doch selber oft wenig mehr als ein Großbauer mit ein paar bewaffneten Knechten. Ja, viele Ritter scheuen sich tatsächlich nicht davor auf ihren Gütern mitzuarbeiten, besonders zu arbeitsintensiven Zeiten wenn es an Arbeitskräften mangelt.

Die Bauern
Aldarische Bauern sind zumeist ihrem jeweiligen Herren hörig, sie sind an die Scholle gebunden und müssen einen Großteil ihres Ertrages als Abgaben leisten. Zudem müssen sie verschiedene Hand- und Spanndienste auf den Ländereien des Adels verrichten. Ihr Leben ist zwar hart, aber doch nicht so hart daß es zu Aufständen kommen würde. Bauern die sich ungerecht behandelt fühlen haben    (zumindest theoretisch) auch die Möglichkeit Beschwerde beim Fürsten zu führen. Im großen und ganzen sind die meisten Bauern jedoch dem Adel gegenüber zumindest neutral eingestellt, schützt er sie doch vor den Orks aus den Bergen und räuberischem Gesindel ( außerdem, um die gängige Meinung des typischen Bauern zu Abgaben und Frondienst zu Wort kommen zu lassen, "war das doch immer schon so".
Stadtbewohner

Hierunter fallen alle Personen und Gruppen, welche in Walden, der einzigen aldarischen Stadt, leben. Bei den Bewohner der Stadt Walden muß allerdings zwischen Bürger und Nichtbürgern unterschieden werden, denn, wie es in der städtischen Chronik zum Bürgerrecht heißt, "...solches Vorrecht stehet nur jenen an, die Grundbesitz haben oder in einer Zunft oder Gilde seien..."

 

Die Patrizier
Die Patriziergeschlechter von Walden sind im Laufe der Zeit aus den verschiedenen wohlhabenden Händlerfamilien der Stadt hervorgegangen. Seit der Verleihung des Stadtrechtes bestimmen sie über die Geschicke der Stadt und seiner Bewohner. Dabei hüten sie eifersüchtig ihre Vorrechte gegenüber den anderen Bürgern und halten deren Einflußmöglichkeiten gering. Den Vorsitz im Rat und damit den Titel "Erster Patrizier Waldens" führt schon seit langen das jeweilige Oberhaupt der mächtigen Familie Harrodinger. Die Oberhäupter der anderen Familien besetzen je nach Einfluß und Macht mehr oder weniger wichtige Verwaltungsposten. Selten nur kommt es vor, daß ein ganzes Geschlecht der Patrizier verschwindet ( ausgelöscht wird ) und noch seltener geschieht es daß ein reicher Händler die geforderte Summe aufbringen kann um sich ebenfalls mit seiner Familie in den Rat der Stadt einkaufen zu können.

Die Gelehrten
Die Universität von Walden hat wenig gemeinsam mit der "typischen" Fantasy-Universität. Magie wird an ihr nicht in der Hauptsache gelehrt, sondern neben einer Vielzahl anderer Fächer wie Geometrie, Rechtskunde, Medizin und anderen. Abgänger dieser Universität sind also eher Gelehrte als Zauberer. Zudem wird hier der wissenschaftliche Aspekt der Magie bevorzugt, d.h. die gelehrten Zauber dienen meist zur Erkenntnis magischer Phänomene. Kampfmagie wird nicht gelehrt, es wird höchstens die Magie, die z.B. einen Feuerball erschafft theoretisch hinterfragt. Ab und an kommt es allerdings vor, daß ein Dozent ein Seminar zum Thema "Verteidigung durch Magie" anbietet, aber da auch die Professoren auf diesem Gebiet nicht allzu bewandert sind, lehren sie eher einfache Schutzmagie und im Höchstfall vielleicht "Schlaf" ( Außerdem wird solch ein Seminar nur als Sportunterricht geführt). Die Studenten können natürlich bei verschiedenen in Walden ansässigen Magiern Privatunterricht nehmen...

Wichtig ist noch, daß zum einen weder alle Professoren noch alle Studenten magiekundig sind und daß zum anderen auch nicht nur zum Universalgelehrten ausgebildet wird, sondern auch z.B. zum reinen Rechtsgelehrten oder Mediziner (zu solchen Studiengängen werden häufig die Kinder der Patrizierfamilien geschickt).

Zuenfte und Gilden
Die Angehörigen der offiziellen Handwerkerzünfte und Gilden (mit Ausnahme der vorher genannten Gelehrten) sind die Bürger mit dem niedrigsten Rang (auch wenn sie das selber vielleicht nicht so sehen) aber zugleich auch am zahlreichsten vertreten. Diese Organisationen sorgen für eine soziale Absicherung ihrer Mitglieder, beschränken den Konkurrenzkampf durch Preisbindungen und Produktionsbeschränkung, stellen Ausbildung der Lehrlinge und Qualität der Produkte und Dienstleistungen sicher und sind schließlich mit für die Stadtverteidigung verantwortlich. Es gibt viele verschiedene Zünfte und Gilden, für das Spiel entscheidend dürften vor allem die der Söldner, der Heilkundigen und der Händler sein.
Arme
Unter den Begriff "Arme Leute" fallen alle Bürger, die weder in einer Gilde oder Zunft sind, noch Grundbesitz in der Stadt haben. Das Spektrum reicht also von Dienstboten und Tagelöhnern bis hin zu Bettlern.
Unehrliche
Als Unehrliche werden die Angehörigen bestimmter Berufsgruppen bezeichnet, z.B. Henker und Abdecker, aber auch Prostituierte. Bürger müssen, zumindest offiziell, den Umgang mit diesen Menschen meiden, um nicht in die Achtung ihrer eigenen Standesgenossen zu verlieren. Bis vor nicht allzu langer Zeit galten auch Spielleute, Gaukler und andere Künstler als unehrlich, allerdings sind sie "nach einem Beschluß der Stadtväter fürderhin zu den ehrlichen Leuten zu zählen, auf daß auch auf den Patrizierhochzeiten aufgespielet werden mag".

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