Conbericht Aldarien VI vom 7.-12.7.2000 auf Burg Ludwigstein von Roland Kasper Leuenstein, am 14. Tage des Siebten Monats im Jahre 800 nach der Besiedelung |
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Augenscheinlich hatte er sich selbst mit einem Dolch umgebracht und deshalb war die Bibliothek vorerst geschlossen, da das Sicherungssystem dieser, das im Index verborgen war noch zu
entschlüsseln war. Natürlich boten wir sofort unsere Hilfe an, welche auch angenommen wurde.Am Abend erschienen dann aus undurchsichtigen Gründen dann noch einige Imps in dem Zeltlager bei der Abtei und dann sogar in dieser. Sie
waren nicht richtig bösartig, ihr Verhalten war mehr koboldhaft. Trotzdem wurden sie dann schnellstens Vertrieben, bzw. von den Ordensrittern des Hl. Bernward erschlagen. In der Nacht gab es dann noch den Gedenkgottesdienst zu
Ehren des verstorbenen Bibliothekars und ich ging dann auch nicht zu spät schlafen, immerhin wollte ich bei der Bibliotheksöffnung dabei sein und am nächsten Tage sollte dann ja auch noch das Konzil beginnen. Die Nacht verlief für
mich dann auch sehr ruhig und am Morgen nach dem Frühstück (was wirklich sehr reichhaltig war, beinhaltete es doch auch das Mittagsmahl) schritten wir zur Bibliotheksöffnung. Diese war im obersten Stockwerk des Turmes untergebracht
und wahrlich ansehnlich: Es waren sechs Regale mit je sechs Böden á sechs Fächern, in denen jeweils sechs Schriftrollen lagen (Dies macht eine Summe von 1296 Schriftrollen). Von außen waren sie nur durch eine Aufschrift zu
identifizieren die die Form hatte X-X-X-X-X-X-Rune, wobei jedes X für eine römische Zahl stand. Im Index war ein jeder vermerkten Rolle eine solche Indizierung zugeteilt, nur diese in dem schier unüberschaubaren Gewirr der Rollen
ausfindig zu machen schien eine Sache der Unmöglichkeit. Unsere erste Aufgabe war es also diese Codierung zu entschlüsseln. |
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Alle unsere Warnungen nutzten nichts, immer wieder waren einige dabei, die ohne Rücksicht auf ihre Sicherheit die Rollen öffneten und dann die Folgen zu
ertragen hatten. Eine kurze Übersicht ergab, dass wahrscheinlich über die Hälfte der Rollen solche Schutzrollen waren, die keinen eigentlichen Inhalt hatten. Durch anstrengendes Nachdenken und vorsichtigem Probieren schafften wir
es dann Gemeinsam die Codierung zu entschlüsseln: die Rune stand für das Themengebiet, die letzte Zahl für das Regal, die davor für die Fachnummer (ein jedes Fach hatte eine angebrachte, scheinbar völlig willkürliche Nummer), die
drei davor für die folgenden Fächer in senkrechter oder waagerechter Richtung (auch hier fast willkürlich, aber von den Begebenheiten der Fachlage abhängig), die erste Nummer stand für die fortlaufende Nummer im Fach (wenn auch
diese nach dem Index häufig falsch war, die Rune erwies sich oft als wichtiger, um die richtige Rolle zu finden). Nachdem wir dies erledigt hatten musste ich auch schon zum Konzil, um dort den Glauben an die Einzige und Erste zu
vertreten. Auf dessen erster Sitzung stellten alle versammelten Konzilsteilnehmer zuerst ihre Glaubensansichten vor, wobei ich, durch die Dualistische Natur meines Glaubens, der sowohl Licht als auch Finsternis beinhaltet gleich
voller Misstrauen, wenn nicht gar offener Feindschaft betrachtet wurde. Nun, sollte ich je auf die Inquisitoren des Gerechten Zorns treffen ist mein Leben wohl verwirkt, zumindest gehe ich davon aus, dass der Inspektor der Kirche
Solkans einen dementsprechenden Bericht an seine Oberen weiterleiten wird. Aber das soll uns nicht weiter stören. |
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Darin erwähnte er eine Prophezeiung des Jorge, die wir dann ausfindig machten und in der von Zeichen berichtet wurden, die das Brechen von Siegeln bezeichneten, wodurch das große Unheil wieder auf die Welt zurückgeholt werden würde. Als dann ein Waldschrein geschändet aufgefunden wurde (einer der Mönche lag wohl mit durchschnittener Kehle darauf) war es für uns gleich recht deutlich, dass diese Prophezeiung ihren Lauf nahm: Ein Altar geschändet durch Blut war das erste Zeichen, Wasser das ungenießbar wird das Zweite (hier fand sich ein Altarpokal voller Blut). Auf den Bruch des zweiten Siegels sollte sich auch die Natur gegen uns erheben, was sie dann auch tat in Form von Baumwesen und anderer Waldgeister (und eines in der Magie mächtigen Tentakelwesens, das schier unaufhaltsam war). Solchermaßen vorgewarnt versuchten wir die Prophezeiung zu entschlüsseln und sie aufzuhalten. Das nächste Zeichen war der Tod eines schlafenden unschuldigen Lammes: sofort hatten wir das Findelkind in Verdacht oder die Novizin des Klosters: wir unterstellten sie umfassenden Schutzes und erwarteten den Angriff auf diese. Aber erst hatten wir den ganzen Tag mit Störungen durch Imps und der aufgebrachten Natur zu tun. Dies gipfelte in dem Irrsinn, dass zwei Dämonische Schafe, die uns angriffen, gefangen wurden (ein Wunder dass dabei keiner der Kämpfer zu Tode kam), sie hätten ja das erwähnte Lamm der Prophezeiung sein können, was wir, die wir uns mit der Prophezeiung aber stundenlang auseinandergesetzt hatten doch recht deutlich ablehnten. So wörtlich sei diese nicht zu nehmen, außerdem sei ein bewaffnetes, kämpfendes Schaf beileibe kein unschuldiges schlafendes Lamm, aber, nun ja, zumindest haben alle den Angriff der Schafe überlebt, diese sobald der Abt erschien, natürlich nicht. Er ließ sie als dämonische Wesen von den Ordensrittern auf der Stelle niederstrecken. Ich verbrachte viel Zeit in der Bibliothek, um den Index nach für uns wichtigen Schriften zu durchsuchen. |
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Am Abend erschien dann noch einmal das Tentakelwesen,
konnte aber zurückgeschlagen werden. Hier zeigte es sich dass unsere Verteidigung zu unorganisiert war, aber leider fand sich auch kein Anführer, der dies zu änder vermochte. In der Nacht passierte dann das zwar erwartete, aber
ganz unerwartet. Einer der Brüder wurde tot aufgefunden, an einer geschützten Stelle (hinter verschlossener Tür). Er war das unschuldige Lamm gewesen, denn nun erfüllte sich die Prophezeiung und die Toten
erhoben sich aus ihren Gräbern. Eine Armee untoter Skelette marschierte schier unaufhaltsam in die Abtei, geführt von einem mächtigen untoten Ritter, der einen ritterlichen Zweikampf forderte. In einem solchen unterlag mein guter
Freund Sir Derrick und ließ damit sein Leben. Ebenso starben zwei weitere Ritter, bevor der Untote; wir konnten ihn als den seligen Gilbert identifizieren; das Kloster verließ, nicht ohne seine Wiederkehr für die nächste
Nacht anzukündigen. Die weitere Nacht verbrachte ich mit dem Trauern um Sir Derrick, und schlief zu meiner Schande vor Erschöpfung ein. Unsere Theorie hatte sich als falsch herausgestellt, aber die Vermutung war nun dass jeder
Bruch eines Siegels mit dem Tode eines Mönches zusammenhing. Unter dem vierten Siegel konnten wir uns nichts vorstellen, zumindest war kein Auslöser erkenntlich, nur das Ergebnis sollte eine Geißel des Todes sein, wir vermuteten
eine Krankheit und sollten damit zumindest zum Teil recht behalten. Das fünfte Siegel war recht kryptisch, aber wir vermuteten, dass der Hauptdarsteller des Mysterienspiels gemeint war, da der, der getötet werden sollte starb,
obwohl er nicht sterben sollte (oder so ähnlich, leider habe ich mir die Prophezeiung nicht abgeschrieben) und das Mysterienspiel die Endschlacht des Heiligen Bernward darstellen sollte, der von einem Ork von hinten mit einem Speer
durchbohrt starb (die Figur stirbt, aber nicht der Schauspieler).Danach sollten sich die mächtigen gegen sich selbst erheben und eine Zeit der Stille folgen nach der der
Diener herübertreten sollte und das letzte Siegel gebrochen würde. |
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Also sahen wir zwei Möglichkeiten, die Prophezeiung aufzuhalten:
während des Mysterienspiels oder den Diener, denn das vierte Siegel blieb uns schleierhaft. Am
Nachmittag nahm ich wieder am Konzil teil um die Frage zu klären warum manche Götter ihren Gläubigen ihre Einzigkeit lehren und bis zum Abend dann noch über das Böse zu disputieren. |
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Nach dem Frühmahl des Bernwardstages wurde der Mönch tot
aufgefunden, der den Bernward spielen konnte. Vermutlich hatte er sich zu Tode gestürzt, zumindest war kein Anzeichen für eine Gewalttat gegeben.Bei der Besprechung mit dem Abt, entschieden wir dann, dass das Siegel wohl noch nicht
gebrochen sei, und nun die Zweitbesetzung extrem gefährdet sei. Wir entschieden diese zu schützen und vereinbarten gemeinsam gegen die Bedrohung vorzugehen und Einigkeit zu bewahren um dem Zerstreiten der Mächtigen entgegenzuwirken
(da irrten wir, aber das stellte sich erst später heraus). |
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Wir beendeten in einer letzten Sitzung unser Konzil mit einem Disput über Macht und Kirche, diesmal mit eingeschränkter Teilnahme, da einige der Vertreter an einem Ritual zur Weihung von Waffen teilnahmen, was sich mir aus
bekannten Gründen verbot. So brachten wir auch den Disput noch zum Abschluss, und auch die Studierenden konnten ihre Abschlussprüfung der Sommerschule ablegen. Nach dem Abendmahl griffen die Schwertmeister (eine Gruppe gestandener
Söldner) ein und begannen die Versammelten zu organisieren. Ich selbst fand mich bei den Heilern wieder, was mir aber auch zusagte. Wir richteten ein Lazarett ein und ich ließ mich einige Stunden lang in die Kunst der
Wundversorgung einweisen. Unsere Kämpfer teilten sich in eine Gruppe, die gegen das Tentakelmonster angehen wollten, das nur durch heilige Waffen zu verletzen war und Magie aller Art Absorbierte und eine Gruppe, die den
Rattenführer vernichten wollte. |
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| Fünf Köpfe sollen es gewesen sein, Fünf Plagen suchten uns heim. Doch alle bis auf Salot-Zhar
wurden vernichtet. Die Kämpfe tobten Stundenlang, im Lazarett stapelten sich die Verwundeten. Ständig kam eine der Plagen in dieses gestürmt auf der Suche nach den restlichen Mönchen und Nonnen (die wir hier tatsächlich versteckt
hatten, zum Glück aber so, dass sie nicht gefunden wurden, teils in tarnender Verkleidung). Doch so wurde das Heilen der Verwundeten zu einer gefährlichen Sache. Ich verband unter Tischen, heilte auf Tischen und
hinter mir tobten die Kämpfe. Als der letzte Kopf fiel, kehrte eine Stille ein, in der Salot-Zhar zurück in die Kapelle ging (aus der sie auftauchte) und ihre Wiederkehr ankündete, bevor sie verschwand. Wir hatten gesiegt, drei der Nonnen waren noch am Leben und jetzt wenige Augenblicke nach der Schlachte erschien auch noch der Justiziar der ausgesendet worden war Hilfe zu holen mit einer Einheit der Aldarischen Armee. Die Mutter Priorin weihte die Kapelle neu ein und versprach einen Neuaufbau des Ordens. Nachdem wir das Lazarett noch aufgeräumt haben und die restlichen Verwundeten versorgt hatten gingen auch wir unseren Sieg feiern Am nächsten Tag brachen wir recht früh auf um Dros Rock am Tage zudurchqueren was uns auch gelang. Leider folgte uns das Aldarische Wetter, dabei hatten wir uns so auf Sommer gefreut. Ich hoffe wir werden uns bald einmal wiedersehen, damit ich dir davon berichten kann. Dein dich liebender Bruder Severus |
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