Aldarien VII
Auf der Spur des Jorge

Ein Donnergrollen am sich beziehenden Himmel begleitete den markerschütternden Todesschrei des ehrwürdigen Abtes des Klosters zum seeligen Gilbert, und allen Anwesenden stand der Schrecken über das zu erwartende Unheil ins Gesicht geschrieben. Zurecht, denn die dunkle Prophezeiung war erfüllt. Mit dem sechsten Tod eines Bernwardsmönches brach das letzte der Siegel und der Weg für Salot `zhars Rückkehr war bereitet. Infernales Getöse begleitete ihr Erscheinen inmitten der Kapelle. Die braven Ordensritter glaubten Rhian selbst würde ihnen ein Zeichen senden oder gar eine heilige Streiterin an ihre Seite stellen. Doch gnadenlos nahm die Königin des Leids die Leben derer, die ihre Wiederkehr für ein Zeichen der Güte ihrer so verhaßten Mutter hielten. Nun war auch dem letzten Anwesenden klar, daß sie dem gefallenem Engel selbst gegenüber standen. Erfüllt von blinder Rachlust sandte sie ihre Plagenmeister und deren widerwärtige Schergen aus um das Leben aller Rhiangläubigen zu vernichten. Nur durch gemeinsamen Heldenmut fast aller Anwesender konnten die finsteren Kreaturen besiegt, und so die Vollendung von Salot zhars Rache vorerst verhinder werden.  Nachdem der gefallene Engel sah, daß ihre willigen Diener versagt hatten, tobte sie vor Wut. Sie verfluchte alle, die sich ihr in den Weg gestellt hatten und verschwand mit dem Versprechen von nun an keinen Moment verstreichen zu lassen um mit ihrer finsteren Macht die Herrschaft über das Land zu erringen...

... drei Monate später, in einem Kellerlaboratorium der Universität von Walden:
Mit angewidertem Gesichtsausdruck und spitzen Fingern warf Dr. Feinbein die Kadaver mißgebildeter Kleintiere, wie sie die besorgte Bevölkerung in den letzten Wochen zu Dutzenden in die Akademie brachten, ins sorgsam geschürte Kaminfeuer.  Er war sich selbst nicht sicher ob er damit eher dem Bedürfnis, der beißenden Kälte, die schon seit Mitte August das ganze Land im eisigen Griff hielt, paroli zu bieten gerecht wurde, oder ob es sich hierbei um einen symbolischen Akt der Ratlosigkeit handelte. Denn keine seiner wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Tage war von befriedigendem Erfolg gekrönt. Die vielen toten und mutierten Tiere ließen sich durch nichts erklären was er bisher gesehen hatte.  In diesem Moment öffnete sich die Tür und der völlig verfrorene Dr. Eilig betrat das Labor. Zielstrebig, fast schon instinktiv, begab er sich zum spärlich wärmenden Feuer. Nach einer kurzen Auftauphase, in der sich Eilig zwar über den Geruch, der vom Feuer ausging wunderte, aber durch seine Aufregung getrieben diesen Umstand nicht weiter hinterfragte, wandte er sich an Feinbein: "Habt Ihr schon gehört? Im Krämerviertel hat schon wieder ein Mädchen seine Mutter umgebracht. Die Hysterie der Leute über solche Vorfälle wächst ins Grenzenlose!" "Nun ja", Feinbein blickte verständnisvoll, "nachdem marodierende Horden im Ganzen Land schrecken verbreiten und die frühe Kälte die Ernte verdorben hat...

In akuten Fällen von Hunger und Angst neigen die simplen Geister zu hysterischem Verhalten." "Nun, so seht was ich im Archiv der Prälatin gefunden habe. " Eiligs klamme Finger nestelten ein altes Pergament aus seinem Umhang, welches er Feinbein reichte.  Dieser studierte mit gehetztem Blick die altertümliche Schrift. "Das sieht wie ein Versetzungsgebot an Pater Jorge aus." "Richtig" antwortete Eilig, "Vielleicht befinden sich an diesem Ort weitere Hinweise zu diesen unseeligen Mysterien."  "Zwar unwahrscheinlich, nach so langer Zeit," erwiderte Feinbein "aber nicht unmöglich. Ich denke der Ernst der Lage zwingt uns jeden Strohalm zu greifen." "Ja, " Eilig blickte mit gerunzelter Stirn zur mit Eisblumen überzogenen Fensterluke, "wir sollten, sobald das Wetter im nächsten Frühjahr das Reisen wieder zuläßt zu diesem Kloster in ", seine Blicke schweifen über das Pergament in Feinbeins Händen, "Erlengrund eilen und dies genauer untersuchen."        

Aldarien VII 23. - 27. 5. 2001

Nachdem unser letztes Spiel ganz gut angekommen ist, wollen wir versuchen daran anzuknüpfen und die Kampagne um den gefallenen Engel fortzusetzen. Unser nächstes Spiel soll vom 23.-27.5. 2001 auf dem Gelände "Wasserschloß Wülmersen" stattfinden, einer Art alter Gutshof in der Nähe von Kassel. Es wird ein Zeltcon mit Vollverpflegung und guten sanitären Einrichtungen werden. Gespielt wird wieder nach Silbermond II.

Das liebe Geld: 
Der Spielerpreis bei Anmeldung und Bezahlung bis zum 31.12.2000 beträgt 195,- DM (95,- DM für NSC), bis zum 31.3.2001 dann 225,- DM (110,- für NSC) und ab April 255,- DM (125,- DM für NSC).

Wir bieten Euch diesmal übrigens die Möglichkeit uns den Beitrag per Bankeinzug zukommen zu lassen. Wenn Ihr Euch für diese Zahlungsweise entscheidet, werden wir die Abbuchungen in drei gleich oder annähernd gleich großen Raten vornehmen lassen, jeweils zu dem von Euch eingetragenen Tag. 

Zum Thema NSC:
Auch wenn wir mit unseren bisherigen NSC mehr als zufrieden waren hoffen wir doch auf einige neue (zusätzliche) Gesichter, denn unsere Spielideen funktionieren am schönsten mit vielen und natürlich motivierten Darstellern.                              

                                           Eure Aldarien-SL

Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle noch bei der Schatzkammer und der Dros Rock Orga für die logistische Unterstützung sowie bei Gregor Knape für die Masken (insbes. den "Pink Horror") auf dem letzten Spiel.

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