Aldarien VIII - Unter dem Banner der Jungfer

Mit gemischten Gefühlen verließen vergangenes Frühjahr die zusammengerufenen Streiter das Sankt Katarinen Kloster. Es war gelungen Salot`Zhars Ansinnen, das Orakel zu zerstören bevor die Sterblichen das notwendige Wissen zu ihrer Vernichtung erlangen konnten, zu vereiteln. Ebenso hielten die Recken ihrem verzweifelten Versuch im letzten Moment noch alle Zeugen der Prophezeiungen durch ihre Schergen zu töten, und somit das Wissen für alle Zeiten zu vernichten, nahezu heldenhaft stand. 

Dennoch war der Zeitpunkt eines endgültigen Sieges über den gefallenen Engel offensichtlich noch nicht gekommen. Auch die Tatsache, daß sich vorerst niemand fand das von der Königin des Leides entblößte Tor zu den Ebenen des Chaos zu schließen und somit den gerade noch siegreichen Helden gewahr wurde, daß sie nur noch durch die zynische Gnadenfrist der Kriegsherren des Chaos die Abtei verlassen konnten, ohne Opfer der unzähligen Horden des Schreckens zu werden, die inzwischen ohne Unterlaß aus dem Schnittpunkt der Welten quollen, hinterließ einen mehr als bitteren Beigeschmack. 

So entschlossen sich viele die Schande der Niederlage zu vergelten und schworen der Auserwählten sie bei ihrer heiligen Mission zu unterstützen. 

Am zweiten Tag der Flucht überkam die Jungfrau eine starke Vision der Herrin, und sie sprach darauf zu ihren Getreuen:

"Heute Nacht wurde mir der Willen der Herrin gewahr. So wie es prophezeit wurde ist es an mir Lug und Trug zu vereiteln. Es ist an mir dem Land seinen wahren Herrscher zu geben und die Brut der Ketzer, die sich der Macht des Übels verschrieben haben, zu entlarven. Mir steht nun die schwerste Stunde bevor und ich benötige jede erdenkliche Hilfe um zu bestehen. Ziehet aus, meine braven Recken. Tragt die Kunde der geschehenen Schrecken in alle Reiche der Mittellande und sucht nach Mitstreitern, die im Namen des Lichts den Mut haben, an unserer Seite den wahren Fürsten zu finden und ihm zu helfen die Bestie zu besiegen. 

Die Stunde der Entscheidung naht unaufhaltsam. Wenn es den Anhängern der Königin des Leids gelingt unsere Aufgabe zu verhindern, wird sie für alle Zeit unter uns weilen. Geht aus und laßt uns zum Wechsel der Jahre wieder treffen, um gemeinsam zur Feste Alda zu ziehen. Denn das Zeichen der Herrin war eindeutig. Dort werden die  Prophezeiungen ihr Ende finden."

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